Auf dem Weg

Flügel, winzig klein, kaum zu seh´n
Tragen Wesen, leicht wie Licht
Sie begleiten und umschwirren mich
Und sie verlassen mich nicht
Auf meiner Reise zu den Seen

Zarte Stimmchen erfüllen die Luft
Sprechen mir Mut zu für meine Mission
Furcht sei hier fehl am Platz hör ich sie sagen
Oh, ich kenne diese Worte schon
Hörte sie schon bei dem betörenden Duft

Den die große Arandriell von sich gab
Als sie mir erklärte mit sanften Worten
Was die Aufgabe meiner Mission sei
Sie wird führen mich zu kargen Orten
Sie berührte mich mit dem Zauberstab

Die Trolle waren also wieder im Land
Und ich mußte sie vertreiben
Eine schwere Aufgabe ist´s für mich
Doch sie können nicht bleiben
Sonst wär bald alles in böser Hand

Also machte ich mich auf hoch zu Roß
Als Waffe nur Tapferkeit und Mut
Und die begleitenden Worte einer weisen Frau
Mit ihrer Kraft wird alles gut
Und singend verließ ich das Schloß

Lange Tage und viele Schritte ist es nun her
Daß ich verlassen hab die edle Frau
Und einige Tagesritte liegen noch vor mir
Hoffende Gesichter sind wohin ich schau
Das Volk liebt den Ritter der Königin sehr

 

Noch hoffe ich auf ihren Segen
Und hab ja auch die süßen Elfen
Die klein sind, doch großen Gemüts
Sie werden mir sicher helfen
Auf meinem Weg den Feinden entgegen

 

Die Liebe im Turm

I Hendrik

Heute durfte ich sie sehen, welch ein Glück!
Mit großer Freude denke ich zurück
Sie schenkte mir ein Lächeln so klar
Wie noch kein Wildbach jemals war
Vergessen waren all die Qual und Not
Ganz so, als wär der große Drachen tot
Vergessen war er für einen stillen Moment
Ach, wenn ich nur ein Mittel fänd
Zu meiner Isolda durchzudringen
Ohne dem Ungetüm mein Leben darzubringen
Schon die Zauberin frug ich um Rat
Doch alles, was sie tat
War, mir einen guten Rat zu geben
Anstatt mich in des Turmes Höh empor zu heben
mir bleibt noch der Weg zu den guten Elfen
Nur sie können mir noch helfen
Dann kann ich die Holde bald in meinen Armen halten
Und uns ein schönes Leben gestalten
Doch bis dahin ist´s noch ein weiter Weg
Und ein sehr schmaler Steg
Denn ich muß das Biest noch zur Strecke bringen
Um mich zur Isolde durch zu ringen.

II Drachen

Da kommt er wieder, dieser eitle Tropf
Ha, bald gehört mir sein blonder Kopf
Das hat er davon, der arme Tor
Sieh nur, jetzt prescht er vor
Zu seiner Liebsten will er rauf
Gleich freß ich ihn auf

III Isolda

Mein tapfrer Hendrik ist wieder da
Ach, ich liebe ihn fürwahr!
Mag er auch etwas ungeschickt sein
Mein Herz ist für immer sein!

IV Hendrik

Die Elfen wollten mir keine Hilfe gewähren
Ich werde sie schon alle belehren
Ihnen allen zeigen, was ich kann
Nämlich den großen Drachen besiegen, und dann
Ist die süße Isolda für immer mein
Ja, genau so wird es sein!

V Drachen

Da kommt er, dieser kleine Wurm
Und denkt, er kann erobern meinen Turm
Wenn er sich nur sehen würde!
Stolz ist für ihn wohl keine Hürde
So lächerlich, und will ein Ritter sein
So witzig, daß ich schon vor Lachen wein
Nun stolpert er über seine eigenen Füß
Ist der Kleine nicht entzückend süß?
Kann vor Lachen mich nicht mehr halten
Ich werde seinen Schädel spalten
Ohne, daß er merkt, was über ihn kam
Und ihm sein wertloses Leben nahm
Ich  muß stoppen, mir tut der Bauch schon weh
Doch das Lachen juckt mich vom Scheitel bis zum Zeh
Ach, was ist er nur für in einer großen Not!
Er soll geh´n, ich lach mich tot

VI Hendrik

Das Vieh liegt auf seinem Rücken und brüllt
Daß es einem nur so in den Ohren schrillt
So langsam schon ringt er nach Luft
Wart nur, dich bring ich in die Gruft!
Doch, eiderdaus, was ist das?
Jetzt macht er sich vor lauter Brüllen naß!
Und stößt noch einen Keucher aus
Und liegt da wie eine tote Maus
So schön, ein Traum kann´s nur sein
Denn der Triumph ist nun mein
Das Tier ist wohl erstickt
Was meine Seele sehr erquickt

VII Isolda

Ich glaub, mir spielen einen Streich die Sinne
Oder ist das die Macht der Minne?
Das Monster rührt sich nicht
Der Tod ist auf seinem Gesicht
Der Anblick meines tapfren Hendrik ließ es vor Angst sterben
Meines tapfren Hendrik Anblick war des Drachen Verderben!

Aragorn

Durch die Wälder schleichst Du Dich
Wie ein Streuner durch das Leben
Und bist dabei König und ein Held
Oh, was würd ich alles dafür geben
Wär an Deiner Seite ich

Ein Held wie Du möcht ich sein
Mit dem Schwert in der Hand
Ganz genaus so wie Du
Durch´s Leben kämpfen mit Verstand
Dafür erlitt ich auch die größte Pein

Mit dunklen Mächten nimmst Du´s auf
Auch auf Liebe verzichtest Du nicht
Ein Krieger wie er im Buche steht
Ein Held zu sein ist Deine Pflicht
Ungemach und Schmerz nimmst Du in Kauf

Dir zur Seite stehn möcht ich gern
In Deiner Zeit möcht ich leben
Kriegerin voll Herz und Charme
Ich würd so viel darum geben
Und doch, das alles ist so fern

Deine Zeit, wie für Abenteuer geschaffen
Deine Kleidung, mitsamt Deiner Gebärden
Alles spricht für König und Held
So wie Du möcht ich werden
Da könnten ruhig alle gaffen

Wär ich Ingeneur, dann würd ich bauen
Eine Maschine für schnelle Reise
Keine Mühe wär dafür zu groß
Denn allein auf diese Weise
Könnt ich durch Deine Augen schauen

Ein Dasein wie Du möcht ich führen
Keinen Drachen bräucht ich, nur das Leben
In Deiner Welt, in Deiner Zeit
Möge mein Schöpfer mir vergeben
Ich laß mich von Abenteuern verführen

Täglich träum ich mich hin zu Dir
Möchte Frodo und die Hobbits sehn
Ich will ihr Beschützer sein
Will die Sprache der Elben verstehn
Und Sauron soll zittern vor mir

Abenteuer, das ist es, was ich will
Doch nicht hier in meiner Welt
Hier gibt´s nichts mehr zu erobern
Hier regiert nur Macht und Geld
Und niemals steht was still

Entführen lassen will ich mich
Dein Schwert, Deine Kleider tragen
An Deiner Seite will ich kämpfen
Und stolze Worte einmal sagen
Das wär das Richtige für mich

Beschützer sein für alle Leut
Mit List und viel Verstand
Durch Wälder und durch Büsche schlagen
Das Schwert stets in der Hand
Wo gibt´s denn das schon heut?

 

Doch für Traüme nur ist meine Energie
Ich werd niemals an Deiner Seite stehn
Illusionen sind`s für alle Zeit
Kaum jemand kann das verstehn
Erfüllen wird sich´s für mich nie!

 

 

 

 

 

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